Gerd Sonnek, Key Account Manager für Siemens AG der Modl GmbH, hat der Innung Schwabach im Beisein von Helmut Michl (Obermeister) und Karl-Josef Fleischer (Lehrlingswart und Dozent) eine Simulationsanlage, eine Musteranlage sowie weiteres Anschauungsmaterial zum Thema Netzqualität übergeben.
Blindstrom will keiner
Für den, der mit Elektrotechnik nichts zu tun hat, wird es schwierig zu verstehen, was sich hinter obigen SChlagworten verbirgt - nur soviel zum Grundverständnis: es geht um Strom und darum, wie man Strom am effizientesten nutzen und Stromkosten sparen kann. Blindleistung entsteht, wenn in einem mit Wechsel- bzw. Drehstrom betriebenen Stromnetz neben ohmschen Verbrauchern (z. B. Heizungen, Glühlampen, Widerstände) auch induktive Verbraucher wie z. B. Elektromotoren, Transformatoren oder PC's betrieben werden. Diese bauen bei ihrem Betrieb eine so genannte Blindenergie auf, die von Industrieunternehmen zwar bezahlt, jedoch nicht effektiv genutzt werden kann. Hier setzt die Blindleistungskompensation an!
Qualität - nicht nur in der Ausbildung
Dank der gesponserten Anlagen aus dem Hause Modl bietet sich heute die Möglichkeit, anhand praktischer Simulationen zu erkennen, wie Blindleistung entsteht, wie eine Blindleistungskompensationsanlage funktioniert und warum man kompensieren sollte. Wichtig war Modl auch, der Innung des Weiteren einen Regler zur Verfügung zu stellen, um praxisnah Programmierungen und den Umgang mit den Geräten zu üben, denn bei Modl weiß man, dass falsch programmierte Regler oftmals nicht funktionierende Kompensationsanlagen zur Konsequenz haben.
Wichtig ist Modl auch, bereits die angehenden Elektroinstallateure auf das Thema Qualität hinzuweisen - so verwendet der Pappenheimer Hersteller, der in diesem Metier mehr als 50 Jahre Know-How vorweisen kann, ausschließlich Komponenten von Weltmarktführern und garantiert so den Kunden Kostenminimierung bei maximaler Lebensdauer.
Ergänzt wurde der künftige Praxisbezug durch weitere Kernelemente einer Blindleistungskompensationsanlage wie Leistungskondensatoren, Kondensatorschütze und einem Regler, um den Schülern die Möglichkeit zu bieten, ihre künftigen Arbeitsmittel schon einmal in Händen zu halten.
Ziel der Modl GmbH ist es, jungen Menschen eine hochwertige und umfassende Ausbildung zu ermöglichen und ihnen hautnah Einblicke in die Praxis zu ermöglichen. Aus diesem Grund wird das Unternehmen Anfang nächsten Jahres einen Workshop zum Thema Netzqualität und Blindleistungskompensation durchführen. Belohnt wurde das Engagement des Pappenheimer Mittelständlers bereits 2004 mit der Verleihung des bayrischen Staatspreises.
Auf dem Bild von links: Helmut Michl, Karl-Josef Fleischer und Gerd Sonnek