Die Modl GmbH, die im Jahr 2001 den Bereich "Blindleistungskompensationsanlagen" von der Siemens AG übernommen hat, überreichte der Siemens Technik Akademie (STA) in Erlangen Anfang Oktober durch den Siemens-Key-Account Manager des Hauses Modl - Herrn Gerd Sonnek - eine Kompensationsanlage für Simulationen im Ausbildungsunterricht.
Blindleistung entsteht, wenn in einem mit Wechsel- bzw. Drehstrom betriebenen Stromnetz neben ohmschen Verbrauchern (z. B. Heizungen, Glühlampen, Widerstände) auch induktive Verbraucher (z. B. Elektromotoren, Transformatoren oder Computer) betrieben werden. Diese bauen bei ihrem Betrieb eine sogenannte Blindenergie auf, die von Industrieunternehmen zwar bezahlt, jedoch nicht effektiv genutzt werden kann. Hier setzt die Blindleistungskompensation an.
In Zeiten des Klimawandels und des steigenden Bedarfs an effizienter Energietechnik ist dieses Wissen unabdingbar.
Die Siemens Technik Akademie legt großen Wert auf die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. So auch in der zweijährigen Ausbildung zum Associate Engineer, einem staatlich geprüften Industrietechnologen. Hier kommt die Modl-Anlage zum Einsatz. "Bisher wurde den Schülern die Blindleistungskompensation lediglich über Folien und Overhead vermittelt. Mit der Simulationsanlage können sie nun die praktische Wirkung einer Kompensation hautnah erfahren und die Arbeitsweise des Kompensators kennen lernen - Wissen, das für ihr späteres Berufsleben sehr wertvoll ist", so Bernd Kerl, Dozent für Anlagenengineering bei der STA in Erlangen.
Der Artikel über die Übergabe wird abgedruckt in der "SIEMENS Welt", in der PTD und A&D Zeitung sowie auf www.azubi.siemens.de.