Pappenheim - Das Nürnberger Zentrum für Elektro- und Informationstechnik (Z.E.I.T) hat von der Modl GmbH in Pappenheim eine Simulationsanlage gestiftet bekommen.
Modl-Geschäftsführer Dieter Siebold sowie Gerd Sonnek, Key Account Manager von Siemens, haben der Bildungsabteilung der Innung für Elektro- und Informationstechnik Nürnberg-Fürth im Beisein von Josef Braun (Obermeister), Hans-Jürgen Bauer (Ressortleiter Berufsbildung) und Christof Herrmann (Seminarleiter) eine Simulationsanlage, eine Musteranlage sowie weiteres Anschauungsmaterial zum Thema "Netzqualität" und "Blindleistungskompensation" übergeben.
Für den, der mit Elektrotechnik nichts zu tun hat, sind diese Fachbegriffe kaum zu verstehen. Nur so viel zum Gundverständnis: "Es geht um Strom und darum, wie man Strom am effizientesten nutzen und Stromkosten sparen kann", heißt es in einem Pressetext der Firma Modl.
Blindleistung entsteht, wenn in einem mit Wechsel- beziehungsweise Drehstrom betriebenen Stromnetz neben ohmschen Verbrauchern (zum Beispiel Heizungen, Glühlampen, Widerstände) auch induktive Verbraucher (zum Beispiel Elektromotoren, Transformatoren oder Computer) betrieben werden. "Diese bauen bei ihrem Betrieb eine sogenannte Blindenergie auf, die von Industrieunternehmen zwar bezahlt, jedoch nicht effektiv genutzt werden kann. Hier setzt die Blindleistungskompensation an", schreiben die Fachleute weiter.
Dank der gesponserten Anlagen aus dem Hause Modl bietet sich dem Zentrum für Elektro- und Informationstechnik nun die Möglichkeit, anhand praktischer Simulationen zu erkennen, wie Blindleistung entsteht, wie eine Blindleistungskompensationsanlage funktioniert und warum man kompensieren sollte. Wichtig war Modl auch, der Innung des Weitern einen Regler zur Verfügung zu stellen, um praxisnah Programmierungen und den Umgang mit den Geräten zu üben, denn in dem Pappenheimer Unternehmen weiß man, dass falsch programmierte Regler ofmals nicht funktonierende Kompensationsanalgen zur Folge haben.
Wichtig ist der Firma Modl ferner, die angehenden Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik auf das Thema Qualität hinzuweisen. So verwendet der Pappenheimer Hersteller, der in dem Metier mehr als 50 Jahre Know-how aufweisen kann, ausschließlich Komponenten von Weltmarktführeren und garantiert so den Kunden Kostenminimierung bei maximaler Lebensdauer.
Ergänzt wurde der künftige Praxisbezug durch weitere Kernelemente einer Blindleistungskompensationsanalge wie Leistungkondensatoren, Kondensatorschütze und einem Regler, um den angehenden Fachkräften die Möglichkeit zu bieten, ihre künftigen Arbeismittel schon einmal in Händen zu halten.
Ziel der Firma Modl ist es, jungen Menschen eine umfassende Ausbildung zu bieten und ihnen hautnah Einblicke in die Praxis zu ermöglichen. Aus diesem Grunde wird das Unternehmen Anfang nächsten Jahres mit dem Zentrum für Elektro- und Informationstechnik einen Workshop zu dem Thema "Netzqualität und Bindleistungskompensation" durchführen.
Belohnt wurde das Engagement des Pappenheimer Mittelständlers unter Leitung von Klaus Modl bereits 2004 mit der Verleihung einer Ehrenurkunde des Bayerischen Wirtschftsministeriums.
aus dem Weißenburger Tagblatt vom 4.12.2006